Impfstoffe

Impfstoffe

Infektionskrankheiten gehörten zu den Geiseln der Menschheit und waren bis vor einigen Jahrzehnten auch in Deutschland noch überall aktuell und bedrohten vor allem Kinder. Erst durch die Verbesserung der hygienischen Zustände und der Einführung von Impfprogrammen mit ausgezeichnet wirkenden Impfstoffen, konnten diese Erkrankungen erfolgreich bekämpft werden.

Aber trotz dieser unübersehbaren Erfolge gibt es viele Menschen, die von unbegründeten Ängsten geplagt, eine Reihe von Impfrisiken sehen und Folgeerkrankungen fürchten. Doch diese Befürchtungen sind unbegründet, da die dargereichten Impfungen sicher und nebenwirkungsarm sind. Alle Impfstoffe sind, bevor sie zur Behandlung freigegeben werden, auf Sicherheit und Wirksamkeit überprüft. Alle Seren werden ständig durch das Paul-Ehrlich-Institut, eine unabhängige, staatlich unterstützte Behörde untersucht und überwacht, sodass es nahezu ausgeschlossen ist, dass schwerwiegende Impfnebenwirkungen auftreten.

Die Impfstoffforschung hat sich rasant weiterentwickelt und es werden jährlich neue Präparate auf den Markt gebracht. Es ist schon enorm, was die Forschung zu leisten imstande ist, denn im aktuellen Fall einer Pandemie durch die Schweinegrippe ist bereits ab September ein Serum zur vorbeugenden Impfung vorhanden. Eine große Erleichterung für vor allem kleine Patienten ist die Einführung Mehrfachimpfstoffen, denn ohne diese müssten die Kleinsten mehr als 20 Impfungen über sich ergehen lassen. Auch hier sind Befürchtungen zu beobachten, dass diese Kombinationsimpfungen durch das Vorhandensein größerer Mengen Begleitstoffe zu unangenehmen Nebenwirkungen führen können. Da diese Impfstoffe keinesfalls mehr Begleitstoffe wie die Einzeldosen haben, sind Annahmen unbegründet. Die Begleitstoffe werden aus verschiedenen Gründen und bewusst den Impfstoffen beigemengt. Zum einen wird dadurch eine stärkere Immunantwort erzielt, also die Reaktion des Immunsystems nach der Impfung, zum anderen erreicht man dadurch eine Inaktivierung des Erregers und gleichzeitig wird die Konservierung positiv beeinflusst.

Unterschieden werden Tod- und Lebendimpfstoffe, wobei die Todimpfstoffe aus abgetöteten oder vermehrungsunfähigen Teilen der Krankheitserreger hergestellt werden. Diese Impfstoffe werden gut vertragen und unter anderem gegen Hepatitis B, Keuchhusten, Kinderlähmung und Tetanus eingesetzt. Die Lebendimpfstoffe dagegen enthalten geringe Anteile an lebenden Krankheitserregern, was gelegentlich zu einer leichten Reaktion führen kann wie beispielsweise die „Impfmasern“. Um eine Gefährdung der Wirksamkeit auszuschließen, sollte bei dieser Impfart nach 4 Wochen eine zweite Gabe erfolgen. Leider ist es so, dass gerade bei den Eltern eine gewisse Impfungswilligkeit zu beobachten ist, doch sie sollten sich mal vor Augen halten, dass sie gegenüber ihrer Kinder verpflichtet sind, dem kleinen Körper zu helfen sich zu wehren, denn Impfstoffe schützen …