Medizin Studium

Medizin Studium

Für das Medizin Studium besteht eine Zulassungsbeschränkung (Numerus clausus). Ein Fünftel der Bewerber werden von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen ausgesucht (ZVS), ein Fünftel vergibt die ZVS an die Bewerber, die bereits länger auf einen Studienplatz warten und drei Fünftel der Studenten werden von den Universitäten selbst ausgesucht - wobei die Abiturnote ein wesentliches Auswahlkriterium ist. Die Regelstudienzeit beträgt 12 Semester und drei Monate.

Das vorklinische Studium

Im vorklinischen Teil des Medizin Studiums vermittelt die Ausbildung die natur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin. Der Studierende lernt wie der menschliche Körper im gesunden Zustand funktioniert. Am Ende dieses vorklinischen Teils, der vier Semester dauert, steht der erste Abschnitt der ärztlichen Prüfung, die man früher Physikum nannte. Um zu dieser Prüfung zugelassen werden zu können, müssen 14 Veranstaltungen erfolgreich mit Anwesenheit und Klausuren bestanden werden. Außerdem muss der Student ein Krankenpflegepraktikum von drei Monaten nachweisen, eine Ausbildung in erster Hilfe absolviert haben und ein Wahlfach angeben.

Die Famulatur

Wer den ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bestanden hat, muss während der Semesterferien insgesamt vier Monate Famulatur leisten. Famulatur bezeichnet eine praktische Ausbildung, in der der Student mit der ärztlichen Patientenversorgung bekannt gemacht wird. Die Ausbildung findet für die Zeit von einem Monat in einer ärztlichen Praxis oder einer ambulanten Krankenversorgung statt, zwei Monate in einem Krankenhaus und einen weiteren Monat entweder im Krankenhaus oder in einer Arztpraxis.

Das klinische Studium

Im klinischen Teil des Medizin Studiums werden Leistungsnachweise in 22 Hauptfächern, 12 Querschnittsfächern sowie die Angabe eines Wahlfachs verlangt. Zu dem letzten Studienjahr gehört eine zusammenhängende praktische Ausbildung von 48 Wochen. Das Praktische Jahr (PJ) besteht aus drei Zeitabschnitten von 16 Wochen. Diese Zeit wird zur Ausbildung am Patienten genutzt. Der Studierende soll in der Inneren Medizin, der Chirurgie und in der Allgemeinmedizin seine ärztlichen Kenntnisse festigen und erweitern. Unter der Aufsicht eines ausbildenden Arztes darf der Studierende ihm zugeteilte Aufgaben verrichten und an klinischen Konferenzen teilnehmen. Dieser Teil der Ausbildung wird mit dem zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung abgeschlossen. Diese Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlich-praktischem Teil und wird als „Hammerexamen“ bezeichnet. Wer diese Prüfung bestanden hat, kann die Approbation (staatliche Zulassung) als Arzt oder Ärztin beantragen.

Die Promotion

Die medizinische Promotion kann parallel zum Medizin Studium laufen. Die Doktorarbeit ist nicht zwingend erforderlich, um als Arzt oder Ärztin zu arbeiten. Wer allerdings nicht promoviert ist, kann sich später nicht an einer Universität als Professor habilitieren.